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Hörnum

Die Geschichte Hörnums beginnt am Anfang des 19. Jahrhunderts. Der südlichste Ort auf Sylt hat davor als Unterschlupf für Fischer. Eine richtige Siedlung entstand zunächst nicht. Zu sehr hatte man mit den Dünen zu kämpfen, die Häuser einfach verschluckten. So richtig Schwung kam dann mit dem Bau des Hörnumer Hafens. Die HAPAG entschloss sich Ihre Passagierschiffe nicht mehr in Munkmarsch anlegen zu lassen. Hörnum bot einfach größere Vorteile. Zum einen war der Hafen hier nicht so sehr von der Tide (Ebbe und Flut) abhängig. Zudem waren Föhr und Amrum leichter anzusteuern. Mit der HAPAG kam dann auch die Inselbahn, welche die ankommenden Passagiere nach Westerland brachte. Mit dem Hafen, der HAPAG und der Inselbahn kamen auch die ersten privaten Wohnhäuser und während der Weltkriege wuchs Hörnum noch weiter. Da Bauland zum Teil verschenk wurde war die Besiedelung nicht mehr aufzuhalten. Der Ort bekam eine eigene Wasser- und Stromversorgung und wurde damit zunehmend attraktiver für neue Bewohner. 1970 wurde die Bahnstrecke abgebaut und dient heute als Radweg. Eine zunächst einspurige, 1969 ausgebaute, Straße ("Straße der Höflichkeit") führt heute von Westerland nach Hörnum.

Jetzt zu den Sehenswürdigkeiten, die immer einen Besuch lohnen: 

Da wäre zum einen die Südspitze der Insel, die Hörnum Odde. Von hier aus können Sie bei guter Sicht die Nachbarinseln Föhr und Amrum sehen. Die Hörnum Odde verändert sich ständig durch die Einwirkung des Meers. So kann es durchaus sein, dass Sie den Ort bei Ihrem nächsten Besuch ganz anders vorfinden. Anders als an den Kurstränden in beispielsweise Westerland wird der Strand hier so belassen, wie die Natur ihn haben möchte. Das heißt für Sie, dass Sie alles finden können, was vom Meer an den Strand getragen wird. Beispielsweise ein Stück Treibholz, das sich, je nach Wohnungseinrichtung, sehr gut als Accessoir eignet. Vom Hörnumer Hafen aus können Sie gemütlich bis zum Strand wandern. Eine Besonderheit an sich ist die Tatsache, dass Hörnum drei Strände vorweisen kann. Das gibts sonst nur noch in List.
Der Leuchttum ist auch etwas besonderes. Und das gleich auf mehrfache Weise. Zum einen kann man den 34 Meter hohen Turm besichtigen. Zum anderen kann man hier heiraten. Und dann wurde er noch bis 1998 von einem original Leuchtturmwärter betrieben. Der hatte es in dem angrenzenden Diensthaus sicher gemütlicher als so mancher seiner Kollegen. 1907 wurde der Leuchtturm in so genannter Serienbauweise errichtet. Deswegen sehen die Leuchttürme auf Pellworm und in Westerhever auch so ähnlich aus. Der Leuchtturm wurde errichtet um die ankommenden Schiffe sicher in den Hörnumer Hafen zu lotsen. Von 1918 - 1930 war der Turm sogar Schulgebäude der örtlichen Schule, da wo außen der weiße Ring ist, wurden Innen die Kinder unterrichtet. Besichtigung Mo, Mi, Do bitte vorher reservieren unter Tel. 04651 / 96 26 0 .

Vom Hafen aus nehmen Sie an Fahrten durch das Wattenmeer und zu den Seehundsbänken teil. Von hier aus kommen Sie auch zu den Halligen, nach Amrum und Nordstrand. Grade eine Fahrt zu den Halligen gehört zu den Dingen die Sie nicht verpassen sollten. Vom Hafen aus können Sie die Nachbarinseln Amrum und Föhr schon mit bloßem Auge erkennen.

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