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Rantum

Die vorletzte Station vor dem südlichsten Punkt auf der Insel ist Rantum.  Jetzt kommt nur noch Hörnum und das Meer. Hier ist neben Königshafen bei List die schmalste Stelle der Insel mit 600 Metern breite. Dabei ist Rantum auch ein seit beinahe 900 Jahren bekannter Ort. In einer Seekarte von 1142 wird er das erste Mal erwähnt. Rantum hat vor allem eines zu bieten: Viel Natur. Und die wurde dem kleinen Ort schon des Öfteren zum Verhängnis. Entweder schluckten die Dünen langsam immer mehr von den Häusern oder aber das Meer holte sich unerbittlich das, was es haben wollte. Große Sturmfluten gab es 1362 und 1634. 1801 gab es den letzten “Angriff” einer Wanderdüne. Mehrfach musste Rantum wegen der Naturgewalten schon umgesiedelt werden.

Die Geschichte Rantums ist geprägt vom Walfang und vom Strandräubertum. Bis ins 18. Jahrhundert war der Ort bekannt für seine Piraten, die mit der gemachten Beute ihren Lebensunterhalt bestritten. Der bekannteste Sylter Walfänger Lorens de Hahn wurde ebenfalls hier geboren. Er ist dadurch berühmt geworden, bei seinen Fahrten 169 Wale erlegt zu haben. Heute ist davon nicht mehr viel zu sehen. Was bleibt ist die beeindruckende Natur, mit der man sich zu arrangieren versucht. Zwangsläufig ist der Küstenschutz eines der wichtigsten Themen für Rantum. Die Dünen dürfen daher auch nur auf den befestigten Wegen betreten werden, da grade die Dünenlandschaft als natürliches Bollwerk gegen den “Blanken Hans” wirken. Ein  Zweckverband mit Mitgliedern aus allen Gemeinden der Insel ist für den Küstenschutz zuständig.

Die 400 Hektar Dünenfläche bieten nicht nur Schutz vor der See, sondern auch Platz für jeden, der hier ein wenig für sich sein will. Nicht so überlaufen wie in Westerland ist

es hier. Um so weiter Sie gen Süden laufen, um so weniger Urlauber werden Sie antreffen. Das liegt auch daran, dass es nicht so viele Durchgänge durch die Dünen gibt. Wenn Sie genug raue See erlebt haben, können Sie die 600 Meter bis zum stilleren Wattenmeer leicht zu Fuß zurücklegen.

Hier ist auch das Rantum Becken. Vielleicht haben Sie sich auch schon mal gefragt, was das für ein seltsamer See ist, der rechts unten am sylter Auswuchs liegt. 1937 wurde dieser ehemalige Teil des Wattenmeeres von der Wehrmacht eingedeicht, um für den Marine - Seefliegerhorst in Rantum einen tiedenunabhängigen Start- und Landeplatz für Wasserflugzeuge zu schaffen. Dabei hat man sich allerdings ein wenig verrechnet. Der See war zu klein und somit für den Betrieb nicht optimal geeignet. Nach dem Krieg übernahmen die Allierten das Gebiet, bauten jedoch lediglich das Pumpwerk ab. Das Becken lief zur Hälfte leer und die Natur begann sich mit Erfolg einzurichten. Insbesondere Vögel fanden hier eine gute Brutstelle. Seit 1962 ist das Gebiet daher Vogelschutzgebiet. Auf dem gut fünf Kilometer langen Deich um den See herum können Sie wunderbare Spaziergänge unternehmen. Links der See, rechts das Wattenmeer. Oder umgekehrt. Je nach Richtung.

Seit 1993 hat Sylt sein eigenes Mineralwasser, die Sylt Quelle. Hier in Rantum wird das kostbare Nass in unverwechselbare Flaschen gefüllt. Dabei legt das Wasser eine ordentliche Strecke zurück, bevor es getrunken werden kann: aus bis zu 650 Metern Tiefe wird es gewonnen. Anschauen können Sie sich das Ganze am Rantumer Hafen. Die Abfüllanlage ist mit einer breiten Fensterfront ausgestattet, so dass Sie freien Blick auf den Arbeitsprozess haben. Zur Sylt Quelle gehört auch der genuss:raum und der kunst:raum. In Ersterem können Sie das sylter Mineralwasser direkt probieren. Zum kunst:raum zwei Zitate von der Homepage, die eigentlich alles sagen:

“Der kunst:raum sylt quelle steht Künstlern aller Sparten für grenzüberschreitende Kooperationen zur Verfügung.“

"Rar geworden sind die Orte, an denen man sich so mühelos und ohne Ablenkung auf das Wesentliche, das Skelett der Dinge konzentrieren kann, wie hier im

 

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